Kennzahlen kurz, klar und in eurem Stil
Dieses Glossar ist als stabile Zielseite fuer PDF-Links gedacht. Jeder Link kann auf einen festen Anchor verweisen. So bleiben Erklaerungen intern, konsistent und spaeter leicht pflegbar.
Global
Oberste Vergleichsebene fuer das Marktumfeld.
Der globale Block fasst das breite Bewertungs- und Umfeldbild des Weltmarkts zusammen. Er dient als Referenzrahmen, bevor Land und Sektor betrachtet werden.
Relative Attraktivitaet
Interner Sammelbegriff fuer relative Guenstigkeit oder Attraktivitaet innerhalb einer Vergleichsgruppe.
Diese Zeile ist kein einzelner Standardindikator, sondern ein verdichteter Teilscore. Er ordnet Laender, Sektoren oder Maerkte relativ zueinander ein.
Makro
Makroblock fuer Inflation, Zinsniveau und deren Richtung.
Der Makroteil fasst zentrale Umfeldgroessen wie Inflation, Leitzins und Zinstrend zusammen. Er beschreibt, wie freundlich oder unfreundlich das Gesamtumfeld fuer Risikoanlagen ist.
Saisonal
Saisonale Komponente des Marktumfelds.
Hier wird betrachtet, ob der aktuelle Kalenderabschnitt historisch eher freundlich oder eher schwach fuer den betrachteten Markt war. Das ist eine Zusatzperspektive, kein Haupttreiber.
KGV
Kurs-Gewinn-Verhaeltnis. Englisch: Price/Earnings Ratio, kurz P/E.
Aktienkurs / Gewinn je Aktie
Das KGV zeigt, mit welchem Vielfachen des Jahresgewinns ein Unternehmen bewertet wird. Ein KGV von 15 bedeutet vereinfacht: Der Markt bezahlt das 15-Fache des aktuellen Jahresgewinns je Aktie.
Forward-KGV
Vorausschauendes KGV auf Basis erwarteter Gewinne.
Aktienkurs / erwarteter Gewinn je Aktie der kommenden Periode
Das Forward-KGV blickt nach vorne und nutzt Schaetzungen statt vergangener Gewinne. Es ist hilfreich, wenn sich Ertragskraft gerade stark veraendert.
PEG
Price/Earnings-to-Growth. Verknuepft Bewertung und Wachstum.
KGV / erwartete Gewinnwachstumsrate
Das PEG versucht zu zeigen, ob ein hohes KGV durch hohes Wachstum gerechtfertigt ist. Besonders nuetzlich bei Unternehmen, deren Gewinn klar waechst.
KBV
Kurs-Buchwert-Verhaeltnis. Englisch: Price/Book, kurz P/B.
Aktienkurs / Buchwert je Aktie
Das KBV vergleicht Boersenwert mit bilanziertem Eigenkapital. Gerade bei Banken und Versicherern ist die Kennzahl oft wichtiger als bei asset-armen Plattformfirmen.
KUV
Kurs-Umsatz-Verhaeltnis. Englisch: Price/Sales Ratio, kurz P/S.
Marktkapitalisierung / Jahresumsatz
Das KUV zeigt, mit welchem Vielfachen des Umsatzes ein Unternehmen bewertet wird. Es ist besonders nuetzlich, wenn Gewinne stark schwanken oder noch gar nicht vorhanden sind.
ROE
Return on Equity. Eigenkapitalrendite.
Jahresueberschuss / Eigenkapital
ROE misst, wie effizient ein Unternehmen das Eigenkapital der Aktionaere einsetzt. Besonders bei Banken und Versicherern ist die Kennzahl zentral.
ROA
Return on Assets. Gesamtkapitalnahe Ertragskraft auf Asset-Basis.
Jahresueberschuss / Gesamtvermoegen
ROA zeigt, wie viel Gewinn aus dem gesamten Vermoegen erzielt wird. Nützlich, wenn man kapitalintensive Unternehmen vergleicht.
EPS
Earnings per Share. Gewinn je Aktie.
Periodengewinn / durchschnittliche Aktienanzahl
EPS ist die Basis vieler Bewertungskennzahlen und zeigt, wie viel Gewinn rechnerisch auf eine Aktie entfaellt.
Nettomarge
Net Profit Margin. Anteil des Reingewinns am Umsatz.
Nettogewinn / Umsatz
Die Nettomarge zeigt, wie viel vom Umsatz am Ende nach allen Kosten uebrig bleibt. Hohe Umsaetze ohne solide Nettomarge sind oft wenig attraktiv.
Operative Marge
Operating Margin. Gewinnkraft des operativen Geschaefts vor Finanzierung und Steuern.
Operatives Ergebnis / Umsatz
Die operative Marge isoliert das Kerngeschaeft besser als die Nettomarge und ist deshalb oft der robustere Vergleichswert zwischen Unternehmen.
Beta
Sensitivitaet einer Aktie relativ zum Gesamtmarkt.
Schwankung der Aktie relativ zur Marktschwankung
Ein Beta von 1 bedeutet ungefähr Marktniveau. Ueber 1 bedeutet meist hoeherer Hebel auf Marktbewegungen, unter 1 geringere Schwankung.
Piotroski F-Score
Neun-Punkte-Schema zur bilanziellen und operativen Qualitaet.
Der Piotroski F-Score kombiniert Profitabilitaet, Bilanzentwicklung und operative Verbesserungen zu einem kompakten Qualitaetswert. Hoehere Werte sind typischerweise besser.
Kommer-Light
Interne Kurzfassung eines multifaktoriellen Qualitaets- und Bewertungsblicks.
Dieser Wert fasst mehrere robuste Eigenschaften zusammen, etwa Bewertung, Qualitaet, Trendstabilitaet oder Stabilitaet. Er ist als interner Kompaktindikator gedacht, nicht als universeller Standard ausserhalb eures Systems.
Forward Dividend Yield
Erwartete Dividendenrendite auf Basis der naechsten Ausschuettung.
erwartete Jahresdividende / Aktienkurs
Die Dividendenrendite zeigt, wie hoch die laufende Ausschuettung relativ zum aktuellen Kurs ist. Sie ist nur dann aussagekraeftig, wenn die Dividende auch nachhaltig finanzierbar ist.
EV/Umsatz
Enterprise Value zu Umsatz. Englisch: EV/Sales.
Unternehmenswert / Umsatz
EV/Umsatz bezieht Schulden und Liquiditaet mit ein und ist daher oft robuster als ein reines Kurs-Umsatz-Verhaeltnis.
EV/EBITDA
Unternehmenswert relativ zum operativen Ergebnis vor Abschreibungen.
Enterprise Value / EBITDA
EV/EBITDA ist eine Standardkennzahl fuer Unternehmensbewertung, besonders bei reiferen Unternehmen mit stabileren Cashflows.
Erwartung 1J
Interne Schaetzung der erwarteten Gesamtrendite ueber ein Jahr.
Die Kennzahl kombiniert je nach Datenlage Zielkurs-Potenzial, Analystenbild und Dividende zu einer 1-Jahres-Perspektive. Sie ist kein garantiertes Ergebnis, sondern eine strukturierte Erwartung.
Umsatzwachstum
Veränderung des Umsatzes gegenueber der Vergleichsperiode.
(Umsatz neu - Umsatz alt) / Umsatz alt
Umsatzwachstum zeigt, ob ein Unternehmen organisch oder akquisitionsbedingt expandiert. Wichtig ist, wie profitabel dieses Wachstum ist.
EPS-Wachstum
Veränderung des Gewinns je Aktie gegenueber der Vergleichsperiode.
EPS-Wachstum ist oft aussagekraeftiger als reines Umsatzwachstum, weil es direkt die Gewinnentwicklung pro Aktie betrachtet.
Gesamtrendite
Total Return ueber 1, 3 oder 5 Jahre inklusive Dividenden.
Die Gesamtrendite kombiniert Kursentwicklung und reinvestierbare Ausschuettungen. Sie ist fuer langfristige Vergleiche meist aussagekraeftiger als nur der reine Kursverlauf.
CAPE
Shiller-KGV auf Basis langfristig geglaetteter Gewinne.
CAPE wird haeufig auf Markt- oder Laenderebene verwendet, um zyklische Gewinnschwankungen zu glaetten und Bewertungsniveaus robuster zu vergleichen.
ExpRet
Expected Return. Erwartete Rendite.
Die erwartete Rendite ist kein beobachtbarer Ist-Wert, sondern eine modellbasierte Schaetzung fuer den zu erwartenden Ertrag eines Investments.
ERP
Equity Risk Premium. Aktienrisikopraemie.
ERP beschreibt den Mehrertrag, den Anleger gegenueber als sicher geltenden Zinsen fuer Aktien erwarten. Hohe Werte koennen auf attraktivere Aktienbewertung hindeuten, aber auch auf hoeheres Risiko.
Fundamental
Sammelbegriff fuer Bilanz-, Bewertungs- und Ertragskennzahlen.
Im Screener meint Fundamental die wirtschaftliche Substanz eines Unternehmens: Bewertung, Profitabilitaet, Bilanzqualitaet und Wachstumsfaehigkeit.
Waehrung
Waehrungseinfluss und erwartete Bewegungsrichtung fuer den betrachteten Markt.
Die Waehrungszeile bewertet, ob das Waehrungsumfeld eher Rueckenwind oder Gegenwind liefert. Das kann fuer internationale Anleger einen relevanten Unterschied machen.
Politisch
Politische Zusatzrisiken wie Regulierung, Handelskonflikte oder institutionelle Unsicherheit.
Dieser Block ist ein qualitativer Risikoaufschlag. Er soll abbilden, wenn politische Rahmenbedingungen das fundamentale Bild merklich verschlechtern koennen.
Markttechnisch
Technische Analyse von Trend, Trendlage und Markverhalten.
Charttechnik betrachtet nicht den inneren Wert eines Unternehmens, sondern Kursverlauf, Trendstaerke und Marktverhalten. Sie ist als Ergaenzung gedacht, nicht als alleinige Grundlage.
Charttechnik
Gleiche Idee wie Markttechnisch, nur als anderer Anzeigebegriff.
In euren PDFs tauchen sowohl Charttechnik als auch Markttechnisch als Bezeichnungen auf. Inhaltlich zeigen beide auf dieselbe technische Perspektive.
Current Ratio
Kurzfristige Zahlungsfaehigkeit auf Basis des gesamten Umlaufvermoegens.
Umlaufvermoegen / kurzfristige Verbindlichkeiten
Die Kennzahl zeigt, wie gut kurzfristige Verbindlichkeiten mit kurzfristig verfuegbaren Vermoegenswerten gedeckt sind. Hoeher ist oft solider, zu hoch kann aber auch auf gebundenes Kapital hinweisen.
Quick Ratio
Strengere Liquiditaetskennzahl ohne Vorratsbestaende.
(Liquide Mittel + kurzfristige Forderungen) / kurzfristige Verbindlichkeiten
Die Quick Ratio misst, ob ein Unternehmen seine kurzfristigen Verpflichtungen auch ohne Lagerbestaende bedienen kann. Sie ist meist aussagekraeftiger als die breitere Current Ratio.
FCF-Rendite
Free-Cashflow relativ zum Boersenwert.
Free Cash Flow / Marktkapitalisierung
Die FCF-Rendite zeigt, wie viel freier Cashflow ein Unternehmen bezogen auf seinen Marktwert erwirtschaftet. Hoeher kann attraktiv sein, wenn der Cashflow nachhaltig und nicht zyklisch verzerrt ist.
Payout Ratio
Anteil des Gewinns, der als Dividende ausgeschuettet wird.
Dividende je Aktie / Gewinn je Aktie
Eine niedrige bis moderate Ausschüttungsquote laesst mehr Luft fuer Investitionen und Krisen. Sehr hohe Werte koennen ein Warnsignal sein, wenn die Dividende nicht mehr gut gedeckt ist.
ROIC
Return on Invested Capital. Rendite auf das eingesetzte Kapital.
Operativer Nachsteuergewinn / investiertes Kapital
ROIC misst, wie effizient Management und Geschaeftsmodell das langfristig gebundene Kapital verzinsen. Hohe Werte gelten oft als Zeichen fuer starke Kapitalallokation und Wettbewerbsvorteile.
Net Debt / EBITDA
Verschuldung im Verhaeltnis zur operativen Ertragskraft.
Nettoverschuldung / EBITDA
Die Kennzahl zeigt, wie viele EBITDA-Jahre theoretisch noetig waeren, um die Nettoverschuldung abzutragen. Niedriger ist meist robuster, besonders in zins- oder konjunktursensitiven Branchen.
Net Debt / Equity
Nettoverschuldung relativ zum Eigenkapital.
Nettoverschuldung / Eigenkapital
Diese Kennzahl zeigt, wie stark die Bilanz ueber Fremdkapital gehebelt ist. Hohe Werte bedeuten mehr Abhaengigkeit von Finanzierung und Zinsumfeld.
Net Debt / FCF
Verschuldung relativ zum freien Cashflow.
Nettoverschuldung / Free Cash Flow
Die Kennzahl ordnet Schulden direkt dem frei verfuegbaren Mittelzufluss zu. Sie ist oft haerter als EBITDA-basierte Schuldenkennzahlen, weil nur wirklich freier Cashflow zaehlt.
Operativer Cashflow-Wachstum
Wachstum des Cashflows aus dem operativen Geschaeft.
Diese Kennzahl zeigt, ob das laufende Geschaeft immer mehr liquide Mittel erzeugt. Sie ist oft robuster als Gewinnwachstum, weil sie weniger von Bilanzierungsdetails abhaengt.
FCF-Wachstum
Wachstum des freien Cashflows.
FCF-Wachstum zeigt, ob nach Investitionen mehr frei verfuegbares Geld uebrig bleibt. Das ist wichtig fuer Dividenden, Schuldenabbau, Rueckkaeufe und neue Investitionen.
FCF-Marge
Free Cash Flow im Verhaeltnis zum Umsatz.
Free Cash Flow / Umsatz
Die FCF-Marge zeigt, wie viel vom Umsatz nach Investitionen als frei verfuegbarer Mittelzufluss haengen bleibt. Hohe Werte sprechen oft fuer ein starkes Geschaeftsmodell.
Asset Turnover
Umsatz relativ zum eingesetzten Vermoegen.
Umsatz / Gesamtvermoegen
Asset Turnover misst, wie effizient ein Unternehmen aus seinem Vermoegen Umsatz macht. Hohe Werte sprechen fuer bessere Kapitalnutzung, muessen aber immer im Branchenkontext gelesen werden.
Analysten-Konsens
Verdichteter Konsenswert aus Analysteneinschaetzungen.
Diese Kennzahl komprimiert das Analystenbild auf einen einfachen Score. Sie ist hilfreich als Marktstimmungsindikator, aber nie stark genug, um Fundamentaldaten zu ersetzen.
Analysten-Upside
Durchschnittliches Kurspotenzial relativ zum aktuellen Kurs.
(durchschnittlicher Zielkurs - aktueller Kurs) / aktueller Kurs
Positive Upside-Werte zeigen theoretisches Potenzial laut Analystenzielen. Die Kennzahl ist nützlich als Stimmungs- und Erwartungsindikator, aber schaetzungsabhaengig.
Up/Down
Balance aus Auf- und Abstufungen beziehungsweise Hoch- und Runterrevisionen.
Die Kennzahl versucht einzufangen, ob das Analystenbild zuletzt eher besser oder schlechter wurde. Sie ist ein Momentum-Signal fuer Erwartungen, nicht fuer den inneren Wert.
Aktienrueckkauf / Verwaesserung
Nettoeffekt aus Rueckkaeufen und Ausgabe neuer Aktien.
Positive Werte sprechen fuer Rueckkaeufe, negative eher fuer Verwaesserung. Entscheidend ist, ob Kapitalmassnahmen wertsteigernd und nicht nur kosmetisch sind.
RSI
Relative Strength Index als kurzfristiger Momentum-Indikator.
Der RSI bewegt sich typischerweise zwischen 0 und 100. Hohe Werte deuten oft auf ueberkaufte, niedrige Werte eher auf ueberverkaufte Marktphasen hin. Er ist ein Taktiksignal, kein Fundamentalfaktor.
Weitere Kennzahl
Interne Zielseite fuer Kennzahlen, die noch keine eigene fertige Glossar-Karte haben.
Diese Kennzahl ist bereits intern verlinkt, hat aber aktuell noch keinen voll ausgearbeiteten Langtext wie KGV oder KUV. Der Platzhalter sorgt dafuer, dass das PDF trotzdem auf eurer eigenen Seite landet und nicht auf externe Webseiten springt.
Sobald ihr wollt, kann diese Kennzahl spaeter eine eigene feste Karte mit Formel, Lesart und Fallstricken bekommen.